Blütenmischung




Blühende Flächen braucht die Stadt

Nette, freundliche Menschen lädt man gerne zum Essen ein, das ist doch klar. Und genau das kann
man auch mit den vielen nützlichen kleinen Helfern machen, die unermüdlich Schädlinge vertilgen
und Blüten bestäuben. Also, decken wir doch einfach mal den Tisch für unsere heimischen Insekten
und die Nützlinge als kleine Anerkennung für ihr segensreiches Wirken. Und das geht ganz einfach –
auch auf kleinstem Raum - mit einer reichhaltigen Vielfalt an ein- und mehrjährigen Blütenmischungen!

Den Boden gut vorbereiten

Vor der Aussaat bearbeitet man den Boden mit Spaten, Pflug oder Fräse, je nach Flächengröße. Dabei
entfernt man direkt die störenden Wurzelunkräutern wie Quecke, Distel, oder Winde sein. Nach dieser Grundbodenbearbeitung gibt man den vorhandenen Samenunkräutern wie Amaranth, Melde, Hirse und
anderen die Möglichkeit, zu keimen und aufzulaufen, um sie danach mechanisch zu beseitigen.
Wiederholt man das 2-3 mal, so kann man einen Großteil des unerwünschten Samenpotentials
beseitigen. Für die sorgfältige Vorbereitung des Saatbettes sollte man 6-8 Wochen einplanen.
Merke: konkurrenzstarke unerwünschte Beikräuter möglichst vor der Saat entfernen, denn die
Verunkrautung hat einen großen Einfluss auf das Wachstum der Blühsaatmischungen

Einfach aussäen


Gesät wir in ein feinkrümeliges Saatbett, wenn möglich vor zu erwarteten Niederschlägen, denn das
erleichtert das aufgehen der Saat. Für ein zügiges und flächendeckendes Wachstum muss über 3
Wochen eine kontinuierliche Bewässerung eingeplant werden.
Blühsaatmischungen sind oft kleinsamig, deshalb mischt man es vor dem Säen mit trockenem Sand,
was eine gute Verteilung erleichtert. Auf eine Einarbeitung kann verzichtet werden, nicht aber auf ein
gründliches Anwalzen. Dies ermöglicht einen guten Bodenschluß und der ist Voraussetzung für ein gleichmäßiges Auflaufen der Saat.

Ein- oder mehrjähig, das ist die Frage…

Der Handel bietet eine große Vielfalt an Pflanzen, Farben und Formen an. Wichtigstes Kriterium ist
natürlich, das die Blüten den Nützlingen reichlich Pollen und Nektar bieten. Deshalb enthalten die
Mischungen nur Pflanzen mit ungefüllten Blüten.

Wer es auf kleiner Fläche, gerne auch im Balkonkasten oder Kübel so richtig „fett + farbig“ haben will,
der ist mit einer einjährigen Mischung meist gut bedient. Wem die jährliche Neueinsaat zu aufwändig
ist, der wird lieber zu mehrjährigen Mischungen, bei Bedarf auch mit einem Grasanteil versehen,
greifen. Das bietet sich für größere Flächen in der Stadt an und spart darüber hinaus auch Kosten.

Der richtige Zeitpunkt

Einjährige Mischungen sät man im Frühjahr ein, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind.
Die Ansaat mehrjähriger Blühsaatmischungen kann im Herbst oder Frühjahr stattfinden. Ein
Vorteil der Herbsteinsaat ist das schnelle Vorhandensein einer Blühvegetation schon im folgenden
Mai, die dann direkt von den Bienen genutzt werden kann.

Allgemein gilt:




Frühjahrseinsaat
Ab Anfang April (Achtung, Frostgefahr) bis Ende Juni je nach Region
Einjährige Mischungen,
Mehrjährige Mischungen
Herbsteinsaat
September/Oktober
Mehrjährige Mischungen


Pflegemaßnahmen

So ganz ohne Pflege geht es auch bei den Blühsaatmischungen nicht. Besonders direkt nach der
Aussaat bietet sich die Möglichkeit, unerwünschte Kräuter und Gräser durch jäten zu entfernen.
Und je nach vorhandenem Samenpotential im Boden kann das durchaus mehrfach
erforderlich sein. Zweifelsohne ein gewisser Aufwand, der sich aber lohnt. Auf jeden Fall
sollte man die Unkräuter unbedingt vor der Blüte bzw. der Samenreife rechtzeitig entfernen. Bei
mehrjährigen Mischungen bietet sich da ein ein-bis zweimaliger Schröpfschnitt an: hierbei wird der
Bestand bei einer Höhe von 10 cm auf 5 cm abgeschlegelt. Das schwächt die unerwünschten
Kräuter und fördert die Blühsaat!

Weitere Informationen dazu:

http://www.rieger-hofmann.de

http://www.samen-fetzer.de

http://www.eh-da-flaechen.de