Kübelpflanzen abhärten

Das Frühjahr ist da und sobald es sonnig wird, denkt mancher daran, wieder seine Terrasse zu nutzen! Natürlich sollen dann auch die Kübelpflanzen wieder dorthin, damit es nicht so "kahl" ist! Das macht auch durchaus Sinn, denn die Überwinterungsräume sind selten optimal, da meist zu dunkel und zu warm.

Und einige Kübelpflanzen vertragen sogar kurzfristig leichte Fröste (z.B. Oleander -5°C, Lorbeer -10°C), so dass man diese wenig kälteempfindlichen Arten durchaus auch schon über Nacht draußen lassen kann. Allerdings sollte man das Thermometer im Auge behalten, und bei anhaltenden Frostnächten auch diese Pflanzen über Nacht nochmals herein holen. Doch beim Auswintern werden immer wieder Fehler gemacht, in dem man die Pflanzen einfach aus dem dunklen Keller nach draußen in die Sonne stellt. Die Folge: Sonnenbrand und Schäden durch den Wind.

Ihre Kübelpflanzen müssen jetzt langsam auf die neue Situation vorbereitet werden:

Haben die Gewächse den Winter gut überstanden, sollte man sie, falls nicht bereits bei der Einwinterung geschehen, im März zurück schneiden. Auch wenn sich durch schlechte Lichtverhältnisse lange Triebe gebildet haben, werden diese zurück geschnitten.

Bei frostfreiem Wetter sollte man sie tagsüber auf einen schattigen, windgeschützten Platz ins Freie stellen. Das gilt auch für Pflanzen, die im geheizten Wintergarten überwintert haben. Durch dieses frühe Herausstellen erreicht man ein verkürztes, stabiles Triebwachstum, was der Erwerbsgartenbau mit Hilfe von chemischen Wuchshemmern erwirkt.

Langsam werden sie jetzt an die Sonne gewöhnt. Anfangs nur kurz (ca. 1 Std.), dann immer länger werden sie in der Sonne stehen gelassen. Hierzu ist die Morgensonne am besten geeignet.

Idealerweise stehen die Kübelpflanzen dazu auf Untersetzern bzw. Brettern mit Rollen oder man benutzt für große Kübel eine Sackkarre und können ebenerdig vom Überwinterungsraum ins Freie und zurück gerollt werden!



Die Sackkarre hilft beim Aus- und Einräumen während des Abhärtens
© DLR
Zitrusbäumchen vertragen minimal +5°C ! In der Nacht müssen sie daher nochmals ins Haus!
© DLR






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