Daran war das Wetter (mit-) Schuld...

Extreme Wettersituationen machen auch den Pflanzen zu schaffen. Scheinbare "Krankheiten" und Auffälligkeiten haben hier ihre Ursache. Hier einige Beispiele:



SchadbildWitterung

Gurken
haben Einschnürungen
Wachstumsstörung durch:
  • Absinken der Temperatur oder
  • wiederholt kurzzeitiges zu trocken halten (Schwankungen der Wasserversorgung bei der extremen Hitze)

Tomaten
platzen auf
  • Wachstumsstörungen durch Temperatur- und/oder Wasserschwankungen
  • Sonnenbrand

Bohnen
blühen nicht/schlecht bzw. werfen Blüten ab
  • Stress (z.B. Wasserversorgung)
  • Befruchtungsproblem (abwerfen der Blüten, kein Fruchtansatz) wg. zu hoher Temperaturen. (Buschbohnen weniger empfindlich als Stangenbohnen)
  • evtl. zusätzlich zu hohe N-Versorgung (stärkere Mineralisation bei guter Wasserversorgung und hohen Temperaturen), daher vorrangig Blattbildung

Blumenkohl
und
Brokkoli bilden keine Köpfe
  • zu hohe Temperaturen während der Vernalisationsphase (=Übergang von der vegetativen hin zur generativen Phase durch das Einwirken niedriger Temperaturen, etwa ab dem achten, gut entwickelten Blatt). Erforderliche Temperatur bzw. Zeitpunkt Sortenabhängig

Kartoffel
sind stark zerfurcht (wie aufgeplatzt, Schale unversehrt)
  • Wachstumsstörungen (Wachstumsrisse) durch Schwankungen in der Wasserversorgung (stagnierendes und schnelles Wachstum im Wechsel) bei gleichzeitig sehr gutem Nährstoffangebot

Wachtumsrisse an Kartoffeln machen das Schälen etwas mühsam!
Trockenschäden an Kiwiblättern- auch nicht immer als solche erkannt!


© DLR
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