Förderung für Investitionen in Spezialmaschinen und Umweltinvestitionen (FISU)

Stand: 08/25/2020
Der Kauf von neuen Maschinen und Geräten der Außenwirtschaft, die zu einer deutlichen Minderung von Emissionen bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern oder zu einer deutlichen Minderung der Umweltbelastungen bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln führen, können seit dem 01.12.2016 gefördert werden.


Hier erhalten Sie das aktuelle Merkblatt zur FISU-Förderung.

Und hier finden Sie einen Fragen-Antwortkatalog (FAQ) zum FISU / FÜM

Förderfähig sind:
1. Maschinen oder Geräte zur Aufbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngern
  • Injektionsgeräte für die Ausbringung von Gülle, Gärresten, Jauche und Sickersaft mit und ohne Tankwagen,
  • An Tankwagen angebaute Geräte zur Direkteinarbeitung von Gülle, Gärresten, Jauche und Sickersaft, wie Grubber, Scheibeneggen, Scheibenschlitzgeräte und vergleichbare Techniken, mit und ohne Tankwagen,
  • Schleppschuhverteiler mit und ohne Tankwagen.

Die unter Nr. 1. genannten Geräte müssen nachweislich dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Nachweis ist z.B. eine erfolgreiche Prüfung durch Testverfahren nach DLG oder VERA.
 
2. Maschinen und Geräte für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • Spritz- und Sprühgeräte für den Obst- und den Weinbau, die nicht angelagerte Spritzflüssigkeit auffangen und in den Tank zurückfördern und die Abdrift um mindestens 90% gegenüber herkömmlichen Sprühgeräten verringern können, ohne die Wirksamkeit der Anwendung zu verringern,
  • Pflanzenschutzgeräte mit Sensorsteuerung, die entweder Lücken in der Zielfläche erkennen und die Düsen entsprechend abschalten oder die z. B. in Flächenkulturen Unkräuter oder Pilzbefall erkennen und die Düsen entsprechend einschalten. Die mögliche Mitteleinsparung der Geräte muss durch eine Prüfung des Julius Kühn-Instituts (JKI) nachgewiesen werden,
  • Feldspritzgeräte mit Assistenzsystemen zur automatischen Teilbreitenschaltung und Gestängeführung und automatischer Innenreinigung,
  • Feldspritzgeräte mit Mehrkammersystemen zur gezielten teilflächenspezifischen Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln.

Die unter Nummer 2 genannten Geräte müssen vom Julius-Kühn-Institut (JKI) geprüft und anerkannt worden sein.

Hier geht es zur JKI-Geräteliste...

Selbstfahrende Maschinen sind sowohl bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern als auch bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nicht förderfähig.

 
3. Maschinen und Geräte für die Mechanische Unkrautbekämpfung
  • Maschinen und Geräte zur mechanischen Unkrautbekämpfung für Reihenkulturen mit elektronischer Reihenführung mittels GNSS, Ultraschall oder optischer Sensoren. (Maschinen und Geräte mit einer mechanischen Reihenführung, z. B. durch Taster, sind nicht förderfähig.)
 
4. Mechanische Unkrautbekämpfung in Weinbau-Steillagen
  • Für den Weinbau in anerkannten rheinlandpfälzischen Steillagen sind Maschinen und Geräte zur mechanischen Unkrautbekämpfung förderfähig, die ohne mechanische Abtastung auskommen. Hierzu zählen Scheiben-, Rollhacken-, Fingerhackensysteme, sowie Kombinationen dieser Gerätetypen zuzüglich einer geeigneten Anbauvorrichtung (Aushebung, Trägerrahmen für Front-/Heckanbau oder Unterflurverschiebung) und Unterstockbürstensysteme mit ggf. erforderlichen Hydraulikaggregaten.
 
5. Anerkannte Maschinensysteme zur Bewirtschaftung von Steillagenrebflächen
  • anerkannte Direktzugsysteme mit stufenlosem hydrostatischem Antrieb und variable Steillagenmechanisierungssysteme einschließlich Zusatzgeräten zur Bewirtschaftung von Rebflächen in den rheinland-pfälzischen Weinbausteillagen,
 
6. Extensive Bodenbewirtschaftungssysteme zur Direktsaat und Strip-Till-Technik
(Geräte, bei denen ohne vorherige, ganzflächige Bodenbearbeitung eine Einsaat möglich ist).
 
7. Techniken zur Digitalisierung in der Landwirtschaft
  • globale Navigationssatellitensysteme (GNSS)
  • Zusatzgeräten zu vorgenannten GNSS Geräten,
  • geeignete Schnittstellensoftware,
  • mit Geoinformationssystemen kompatible Schlagkarteisoftware für landwirtschaftliche Zugmaschinen oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen.

Es ist für die Förderung von globalen Navigationssatellitensystemen (GNSS) einschließlich Zusatzgeräten auf landwirtschaftlichen Zugmaschinen oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen nachzuweisen, dass die erreichbare Genauigkeit dem Verwendungszweck entspricht und die saisonale Wiederholbarkeit ohne Spurdrift gewährleistet wird.
 
8. Sonstige Umweltinvestitionen

Doppelmessermähwerke für landwirtschaftlich Unternehmen

 
Förderfähige Unternehmen
Alle landwirtschaftliche Unternehmen, die nach AFP förderfähig sind.
Fördervoraussetzungen
Es gelten die gleichen Voraussetzungen wie im AFP , bei der Vorwegbuchführung ist jedoch grundsätzlich nur der letzte Jahresabschluss vorzulegen.
Umfang und Höhe der Förderung
  • Die förderungsfähigen Ausgaben müssen mindestens 10.000 € betragen
  • Die Begrenzung der Zuschüsse auf einen Höchstbetrag wurde aufgehoben.
  • Der Beihilfesatz beträgt bis zu 40 %.

Die in dieser Maßnahme geförderten Maschinen und Geräte sind nicht im Teilprogramm AFP-FMA förderfähig.

Das FISU ist bis zum 31.12.2020 befristet.

Weitere Informationen finden Sie in den Förderungsrichtlinien und den Verfahrensunterlagen


Stefan.Raesch@dlr.rlp.de     www.DLR-Mosel.rlp.de drucken nach oben  zurück