Erdflohkäfer


Frage:
Mein Garten ist von Erdflohkäfern heimgesucht, die mir innerhalb von Minuten alles abfressen. Da außer der Kapuzinerkresse die Kohlrabis und der Mangold befallen sind, kann ich kein Gift spritzen. Was soll ich tun?

Antwort:
Erdflohkäfer werden gerne im Frühjahr, etwa im März bis April, durch Lochfraß an jungen auflaufenden Gemüsesaaten, besonders an Kohlgewächsen, aber auch an Zierpflanzen schädlich. Besonders bekannt sind Erdflohschäden an jungen Radieschenblättern, die danach oft aussehen wie von einem Schrotgewehr angeschossen.
Die Vertreter dieser Käferfamilie zeichnen sich aufgrund speziell ausgebildeter Hinterbeine durch ein erstaunliches Sprungvermögen aus, woher letztlich auch die volkstümliche Bezeichnung „Erdfloh“ herrührt. Ein regelmäßiger Fruchtwechsel (keine Kreuzblütler in aufeinanderfolgenden Jahren) ist zu empfehlen. Kulturschutzvliese verhindern ein zuwandern von Nachbarbeeten.
Grundsätzlich ist für eine zügige Entwicklung zu sorgen, damit die Pflanzen schnell dem anfälligen Keimlings- und Jungpflanzenstadium entwachsen. Z.Z. stehen keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel zur Verfügung.

Weitere Infos: Erdflöhe

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