Absterben der Bohnenkeimlinge


Wissenschaftl. Bezeichnung:
© DLR

Art:

Allgemeine Bedeutung:

Schadbild:
Die jungen Bohnenkeimlinge gehen kurz nach Entfalten der häufig beschädigten Keimblätter ein. Nicht selten laufen die Bohnensamen erst gar nicht auf. Sucht man nach ihnen in der Erde zeigt sich, dass die Samen verschwunden, angefressen oder faul sind. Besonders häufig sind diese Ausfälle zu beobachten, wenn die Bohnen während oder kurz vor nasskalten Witterungsphasen gelegt werden. Die Samen keimen dann auf Grund der niedrigen Bodentemperaturen schlecht und sind so besonders anfällig für pilzliche aber auch tierische Schaderreger.

Biologie:
Neben verschiedenen bodenbürtigen Fäuleerregern können Schnecken und Bohnenfliegen die jungen Keimlinge schädigen. Bei Bohnenfliegenbefall sind Fraßgänge im Wurzelhals, im Stängel oder auch in den Keimblättern zu finden. Meist sind jedoch Schnecken und pilzliche Fäuleerreger die Ursache für den beschriebenen Schaden.

Bekämpfung:
Die wichtigste Maßnahme zum Schutz der Bohnen vor den genannten Schaderregern ist optimales Wachstum der Keimlinge. Je länger die Bohnen in der Erde liegen, desto größer wird die Gefahr durch Fäuleerreger und Schnecken.

Aus diesem Grunde sollten Bohnen erst gesät werden, wenn der Boden sich ausreichend erwärmt hat und wüchsiges Wetter zu erwarten ist. Frühe Aussaaten Anfang bis Mitte Mai haben in nasskalten Frühjahren nur geringe Wachstumschancen, so dass unter ungünstigen Bedingungen nicht selten erst die dritte Bohnensaat aufgeht.
Gegen die nicht so häufig auftretende Bohnenfliege wirken Kulturschutznetze, die die Bohnensaat auch vor Vögeln und Katzen schützen, die gern in den frisch bearbeiteten Beeten wühlen.

Beratung:
Gartenakademie

Bilder:





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