bakterieller Schlagfluß


Wissenschaftl. Bezeichnung:

Art:
Krankheiten

Allgemeine Bedeutung:
Beobachtet wurde das Schadbild bisher im Offenburger Anbaugebiet und Rheinhessen.

Schadbild:
Das Laub des Baumes wird fahl und matt und welkt schlagartig innerhalb weniger Tage. Gleichzeitig tropft aus dem Stamm und den stärkeren Tragästen in großen Mengen ein wässriges Exsudat, das zunächst weißlich oder farblos ist und sich dann durch Oxidation rot verfärbt (deutlicher Unterschied zu klarem, zähflüssigem Gummifluß an Steinobst). Die Rinde ist weich und schwammig und rotbraun verfärbt. Die Zerstörung der Rinde (Läsion) beginnt meist in der Mitte des Stammes und zieht sich in die Tragäste hinein. Die Wurzel ist nicht beeinträchtigt. Die Läsion breitet sich sehr rasch am Stamm aus, der Saftstrom in die Krone wird unterbrochen und es kommt zu dem charakteristischen raschen, schlagartigen Absterben. Solange die Läsion noch sehr frisch ist, ist die Verbräunung von außen nicht durch eine Einsenkung oder Verfärbung der Rinde sichtbar. Werden die Läsionen am Übergang krank zu gesund flach angeschnitten, glänzt das verbräunte Gewebe wässrig-fettig. Der Übergang ist unscharf zerfließend ausgebildet.
Die Symptome treten häufig im Sommer in Hitzeperioden nach Zeiten mit stärkeren Niederschlägen auf.
Verdacht auf “Erwinia-Art”, die jedoch nichts mit dem Feuerbranderreger “Erwinia amylovora” zu tun hat. Ob dieses Bakterium aber tatsächlich die Ursache für die beschriebenen Symptome ist, kann derzeit nicht eindeutig beantwortet werden (Erfüllung der Koch´schen Postulate).

Biologie:

Bekämpfung:
keine

Beratung:
Gartenakademie

Bilder:





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