Bei Hitze kein "Bohnen-Jahr"

Erfahrene Gartenbesitzer wissen es: Jedes Jahr fällt die Ernte unterschiedlich aus! So gibt es Jahre mit einer Obstschwemme und Jahre, in denen es kaum Kirschen gibt oder die Apfelernte mager ist. Meist sind in solchen Fällen Kälteeinbrüche während der Blüte verantwortlich.
Doch auch auf die Gemüseernte hat das Wetter Einfluss. Gerade bei Bohnen kann man das beobachten. Ist es nach der Aussaat im Mai kalt und zudem noch nass, keimen die Samen sehr langsam und können sogar im Boden faulen. Ist diese Hürde genommen und die Bohnenpflanzen haben sich gut entwickelt, kann man trotzdem leer ausgehen, wenn es in den Sommermonaten sehr heiß wird!
Die heiße und trockene Witterung verursacht Stress, der zu Befruchtungsproblemen führt: Die Blüten werden abgeworfen ohne dass sich ein Fruchtansatz bildet. Verstärkt wird dies noch durch eine zu hohe Stickstoffversorgung, die vorrangig zur Blattbildung führt. Gerade bei humosen Gartenböden die ausreichend bewässert werden, ist dies zu beobachten, denn bei hohen Temperaturen und guter Wasserversorgung findet eine stärkere Mineralisation statt. Es steht somit viel Stickstoff den Pflanzen zur Verfügung.
Buschbohnen sind gegen hohe Temperaturen etwas weniger empfindlich als Stangenbohnen. Allgemein ist aber bei einem heißen Sommer regelmäßig von einer geringeren Bohnenernte auszugehen!





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