Drahtwurm und Co. - Pflanzenschutzverfahren im ökologischen Landbau

Stand: 02/12/2018
Über die gegliederte Darstellung des Tagungsbandes kann der interessierte Nutzer zielgenau recherchieren und so schnell zu Antworten gelangen oder bestimmte Inhalte der Tagung noch einmal nacharbeiten.

Im Vortrag von Mirjam Becker, DLR Rheinpfalz, "Sachkunde im Pflanzenschutz - Was ist zu beachten?" werden immer wieder gestellte Fragen zu den Fortbildungszeiträumen geklärt. Wann muss ich mich fortbilden? Wie viel Fortbildungsveranstaltungen benötige ich? Wichtig sind auch für den ökologischen Landbau bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln die Mindestabstände zu Oberflächengewässern und benachbarten Grundstücken und Kulturen.

Oliver Martinez vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück befasst sich in seinem Fortbildungsbeitrag "Drahtwurmregulierung - Wie leistungsfähig sind alternative Bekämpfungsstrategien für den Drahtwurm?" ausführlich mit der Biologie des Drahtwurms und den derzeit aktuellen alternativen Bekämpfungsverfahren. Ausführliche Bilddarstellungen unterstützen die Aussagen.

Einen Überblick über wichtige Gemüsekrankheiten wie „Weißer Rost“, „Verticillium“, „Falscher Mehltau“ und „Möhrenfäulen“ gibt Dr. Hermann-Josef Krauthausen vom DLR Rheinpfalz. Auch hier erleichtern die dargestellten Schadbilder dem Bio-Gemüsebauer die Erkennung im Feld. Falls eine Labordiagnose erforderlich wird, sind Verpackungsanforderungen und Anschriften am Ende des Vortrages aufgeführt. Die Biologie der jeweiligen Schaderreger und die Darstellung von Gegenmaßnahmen runden das Wissen um den jeweiligen Schaderreger ab.

Ein weiteres Thema der Sachkundefortbildung ökologischer Pflanzenschutz beleuchtet die Problematik "Vorratsschutz im Getreidelager", das Oliver Martinez vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück referiert. Hier sind besonders Landwirte mit eigener Lagerung angesprochen. Detailgetreue Darstellungen der Vorratsschädlinge und das Herausarbeiten von wesentlichen Punkten in der jeweiligen Biologie des Vorratsschädlings erleichtern die Auswahl zielführender Bekämpfungsstrategien. Auch die Maßnahmen gegen Nager werden ausführlich abgehandelt.

Intensiv beleuchtet Dr. Mareile Zunker vom LTZ Augustenberg die biologischen Pflanzenschutzverfahren in Baden-Württemberg seit 1979. Ein Ausblick rundet diesen für den ökologischen Landbau so wichtigen biologischen Pflanzenschutz ab.

Die Wasserschutzberatung Rheinland-Pfalz verfolgt unter anderem das Ziel des Schutzes der Oberflächengewässer vor Pflanzenschutzmittel. Auch wenn der ökologische Landbau aufgrund des Verbots des Einsatzes von chemischen Pflanzenschutzmitteln nur marginal betroffen ist, ist es interessant, die Entwicklung der Innen- und Außenreinigung von Pflanzenschutzgeräten zu verfolgen. Das patentierte Verfahren "Phytocbac" als sinnvolle Ergänzung der Innen- und Außenreinigung von Pflanzenschutzgeräten zur Vermeidung von Punkteinträgen in Oberflächengewässern wird anschaulich von Ingo Stücker, DLR Rheinpfalz, dargestellt.


Download: Tagungsband Sachkunde Pflanzenschutz.pdfTagungsband Sachkunde Pflanzenschutz.pdf



Hermann.Boecker@dlr.rlp.de      drucken nach oben