Ein verkannter Nützling: die Märzfliege (Bibio marci)

Häufig sieht man sie jetzt in großen Mengen an Büschen und Kleinpflanzen hängen: Die Märzfliege (Bibio marc) . Sie gehört zu den 16 in Europa beheimateten Haarmückenarten und wird auch als Märzhaarmücke oder Markusfliege (fliegt oft um den Markustag- 25.4.) bezeichnet und ist in ganz Europa und Teilen Asiens zwischen März und Mai anzutreffen. Am liebsten halten sie sich in offenen Gebieten auf, die oft in der Nähe von Gewässern liegen. Es sind ca. 10 mm große, schwarz glänzende, stark behaarte Mücken, die den Fliegen ähneln, wobei die Fühler für eine Mücke sehr kurz sind. Im Flug lassen die Männchen der Märzfliege ihre Beine ganz typisch nach unten hängen. Ihr Flug sieht so recht plump aus.

Die Weibchen legen etwa 100 Eier in den Boden, wo sich dann die Larven entwickeln und überwintern. Die Larven ernähren sich von pflanzlichen Abfällen und spielen damit bei Abbauprozessen im Boden als Humusbildner eine wichtige Rolle. Sie können aber auch bei massenhaftem Auftreten die Wurzeln von Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln, Tomaten und jungen Nadelgewächsen anfressen. Im April/Mai fliegt dann die neue Generation.
Die ausgewachsenen Märzhaarmücken ernähren sich von Pflanzensäften und Nektar, dabei fungieren sie, ähnlich wie Bienen, als Blütenbestäuber.


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